Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn es Winter ist in Deutschland scheint besonders hier in Boltenhagen der Kältepol Deutschlands zu liegen. Bis zu 4m hohe Schneewehen im Winter 2009/ 2010 waren schon sehr beeindruckend. Und trotzdem wollen wir den mahnenden Zeigefinger heben und Ihnen mitteilen, dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu spät / zu früh ist, an die nächste Gartensaison zu denken und Aussaaten zu machen!
Wir meinen die 2010er Gartensaison und es ist noch nicht zu spät, Frostkeimer zu säen. Frostkeimer heißen heutzutage Kältekeimer, denn sie brauchen nicht wirklichen Frost sondern Kälte zum Keimen.
Viele geliebte Gartenkulturen gelingen in der Aussaat nicht, weil das Saatgut diese Kälteperiode nicht durchlaufen hat.
Meist gibt die Gärtnerin oder der Gärtner entnervt auf und schüttet die Saatschale in den Kompost.
Dabei ist die Aussaat ganz einfach. Zwar genügt es leider nicht, die Samentüte in den Kühlschrank zu legen, aber wenn Sie im Herbst oder noch im Laufe des Winters den Samen in feuchte Aussaaterde bringen und die Gefäße an einen windgeschützten und relativ schattigen Platz ins Freie stellen, dann sind die Bedingungen für einen erfolgreichen Samenauflauf gegeben. Lassen Sie die Töpfe oder Schalen einfach da ,wo sie sind und warten Sie aufs Frühjahr. Aber nicht austrocknen lassen!!!
Trick:
Natürlich können Sie auch ein wenig schummeln, in dem Sie das Saatgut mit feuchtem Sand mischen und diese Mixtur in einen Plasikbeutel geben. Das Ganze dann bei 2-4°C in den Kühlschrank und dort 6 Wochenlang liegen lassen. Wenn der Kühlschrank dann nach 6 Wochen endlich wieder Platz für anderes bekommen soll, säen Sie wie gewohnt aus – samt Sand. Bei feinem saatgut hat dies sogar den Vorteil, dass Sie nicht zu dicht säen!
Aus unserem Saatgutsortiment frieren folgende Köstlichkeiten gern:
- die Süßdolde
- die Knoblauchsrauke
- der Wiesenkerbel
kübiskern öl für pesto auch eine feine sache
Bewunderung meinerseits – ich selbst wollte vor einigen Jahren im kleineren Rahmen Kulinarisches aus Garten und von der Wiese anbieten – doch die gesetzlichen Vorgaben liesen mich scheitern.
Ich als alte “Kräuterhexe” beschäftige mich ausschließlich mit Kräutern und Unkräutern. Wenn ich bei meinen Bekannten verlauten lasse, welche Blüten essbar sind, wie z. B. Dahlienknospen, deren Geschmack ich so liebe, schütteln sie die Köpfe. Das von Euch erwähnte Ackerhellerkraut ist in der Literatur ganz selten zu finden, viele kennen es auch nicht. Mir war neu, dass es Bitterstoffe enthält, die uns Menschen ja etwas fehlen in unserer Ernährung. Ich freue mich schon auf das nahende Frühjahr, wo ich mich auf die Suche nach dem Kräutlein, vor der Blüte machen werde.
Die Vogelmiere ist nicht so mein Geschmack, das Pesto vom Gleichen erschien mir interessant.
Ich versuchte mich in diesem Jahr mit Pesto aus Basilikum mit Leinsamen, anstelle von Pinienkernen oder auch Walnuss.
Vieles könnte man sich noch austauschen – vielleicht ein anderes Mal. Wäre liebm von Ihnen zu hören.
Grüße aus Sachsen